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Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe feiert offiziell Eröffnung - Kostenträger haben Verträge unterzeichnet

Kostenträger haben Verträge unterzeichnet

Große Freude bei der Eröffnung des Pallliativstützpunktes Rheinhessen-Nahe am Krankenhaus St. Marienwörth (v.l.nr Torsten Maltri (stv. Koordinator), Landrat Franz-Josef Diel, Robert Gosenheimer (Ärsztlicher Leiter), OB Heike Kaster-Meurer, Stützpunkt-Koordinatorin Brigitte Dreher, Helga Borlinghaus vom ambulanten Hospizdienst und Verwaltungsdirektor Helmut Ziegler)

Der Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe am Krankenhaus St. Marienwörth hat bereits im Oktober 2009 unter der Ärztlichen Leitung des Palliativmediziners Robert Gosenheimer seine Tätigkeit aufgenommen. Nun haben die Kostenträger die vertraglichen Regelungen geschaffen, damit der Stützpunkt offiziell in Betrieb gehen kann und die Leistungen von den Krankenkassen auch übernommen werden. 

 

Anlass genug, den langen Weg bis zur Eröffnung mit einer Ökumenischen Andacht und anschließendem Festakt am vergangenen Freitag gebührend zu feiern.

 

Menschen mit unheilbaren, fortschreitenden Erkrankungen haben seit 1. April 2007 auch in Deutschland  einen gesetzlich verankerten Anspruch auf Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV). Ziel dieser besonderen Unterstützung ist es, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung oder in stationären Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen. Dies kann nur durch die konstruktive Zusammenarbeit von Hausärzten, Krankenhäusern, Pflegediensten und vieler weiterer Beteiligten gelingen. Hier übernimmt der Palliativstützpunkt eine wichtige Koordinierungsfunktion und bietet eine 24-Stunden-Rufbereitschaft zur Krisenintervention an.

 

Deshalb betonte Verwaltungsdirektor Helmut Ziegler in seiner Ansprache: „Unser besonderer Dank gilt nicht nur unserem Team hier vor Ort, sondern vor allen Dingen auch den Kooperationspartnern, die anfangs auf eigenes finanzielles Risiko mitgemacht haben und dieses Projekt mit uns gemeinsam tragen.“ Das Palliativ-Team besteht aus derzeit 10 Palliativmedizinern und in palliativer Pflege  besonders ausgebildeten Pflegefachkräften aus 10 ambulanten Pflegediensten oder Sozialstationen, einer Koordinatorin und deren Stellvertretung sowie verschiedenen ambulanten Kooperationspartnern. Dazu zählt vor allem der ambulante Hospizdienst, ein Schmerzpumpendienst, Apotheken, Sanitätshäuser und Seelsorger.

 

Gerade diese breite Zusammenarbeit lobten auch Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer und Landrat Franz-Josef Diel in ihren Grußworten. „Auch im Hinblick auf unseren Gesundheitsstandort Bad Kreuznach ist der Stützpunkt ein großer Gewinn“, so die Oberbürgermeisterin. Helga Borlinghaus vom Ambulanten Christlichen Hospizdienst an der Nahe sprach stellvertretend für die Kooperationspartner ein Grußwort und betonte den hohen Stellenwert von palliativer Versorgung, an dem auch die Hospizbewegung einen wichtigen Anteil habe.

 

Dass palliative Versorgung an Bedeutung gewinnt, zeigen auch die Zahlen: Das Versorgungsgebiet des Stützpunktes umfasst die Gemeinden und Bereiche Bad Kreuznach, Kirn, Bad Sobernheim, Bingen, Ingelheim, Stromberg, Alsenz, Meisenheim und Lauterecken. „Insgesamt haben wir im letzten Jahr rund 150 Patienten betreut und 1370 Hausbesuche geleistet – Tendenz steigend“, erklärt Stützpunktleiter Robert Gosenheimer. „Und in fast allen Fällen haben wir es geschafft, dass diese Menschen gut versorgt und weitgehend schmerzfrei zu Hause sterben konnten."

 

Um es mit den Worten von Pfarrerin Andrea Moritz bei der vorangegangenen Andacht zu sagen: „Wir können den Patienten den schweren Weg des Sterbens nicht abnehmen, aber wir können ihn erleichtern.“ Dies wird auch künftig das größte Ziel des Stützpunktes sein.

 

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.palliativstuetzpunkt-kh.de.

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